Stärken
Schwächen
Wildkameras überzeugen vor allem dann, wenn Reaktionszeit und Bildqualität stimmen. (Bild: amazon.de)
Wildkameras im Test: Wie bewerten die Fachmagazine?
Die Bildqualität spielt auch bei Wildkameras eine entscheidende Rolle. In vielen Modellen ist ein einfacher Sensor verbaut, dessen Auflösung auf höhere Megapixelwerte hochgerechnet wird. Das geht häufig auf Kosten der tatsächlichen Bildschärfe. Achten Sie daher weniger auf die beworbene Megapixelzahl als auf echte Testaufnahmen.Besonders wichtig ist die Reaktionszeit: Sie sollte eine Sekunde nicht überschreiten. Je kürzer die Zeit zwischen Bewegungserkennung und Auslösung, desto besser lassen sich schnell bewegende Tiere erfassen. Auch die Aufnahmemodi sind ein zentrales Testkriterium: Die meisten Wildkameras bieten Intervall- und Timeraufnahmen sowie eine Videofunktion. Gespeichert wird auf einer SD-Karte.
Ebenfalls zentral ist die Bedienbarkeit. Viele aktuelle Wildkameras können per App, WLAN oder SIM-Karte mit dem Smartphone verbunden werden. Die Bilder landen dann direkt auf dem Mobiltelefon. Wer eine SIM-Karte nutzt, kommt in der Regel mit einem günstigen Prepaid-Tarif aus, der ausreicht, um Fotos per E-Mail zu empfangen.
Was ist der Unterschied zwischen den drei LED-Arten in Wildkameras?
Damit auch im Dunkeln brauchbare Aufnahmen entstehen, sind Wildkameras mit LEDs ausgestattet. Es gibt drei Typen:- Weiße LEDs: ermöglichen Farbaufnahmen, sind aber für Mensch und Tier sichtbar. Sie sind weniger geeignet, wenn Tiere nicht gestört werden sollen.
- Infrarot-LEDs (IR-LEDs): liefern Schwarz-Weiß-Aufnahmen und sind nur beim direkten Blick in die Linse wahrnehmbar. Sie sind ein guter Kompromiss aus Reichweite und Unauffälligkeit.
- Schwarzlicht-LEDs (No-Glow): für Schwarz-Weiß-Aufnahmen, weder für Mensch noch Tier wahrnehmbar, dafür etwas schwächere Ausleuchtung als IR-LEDs.
Die meisten Wildkameras haben ein wasserfestes Gehäuse und lassen sich mit Gurten schnell an einem Baum befestigen. (Bild: amazon.de)
Wo darf ich die Kamera anbringen?
Wildkameras dürfen in Deutschland grundsätzlich nur das eigene Grundstück überwachen und keine öffentlich zugänglichen Plätze, Wälder oder Wege. Das Persönlichkeitsrecht geht dem Überwachungsinteresse vor. Wer eine Wildkamera so aufstellt, dass auch Dritte – etwa der Postbote – gelegentlich erfasst werden, sollte diese darüber informieren. Ein gut sichtbarer Hinweis auf die Videoüberwachung ist in jedem Fall ratsam.Wie lange halten Batterien und Akkus?
Herstellerangaben von sechs Monaten oder mehr klingen verlockend, entsprechen in der Praxis aber selten der Realität. Die tatsächlichen Laufzeiten hängen stark von Nutzungsintensität, Temperatur und Modell ab. Besonders bei günstigeren Geräten sollten Sie die Herstellerangaben mit Skepsis betrachten und Erfahrungsberichte von Nutzerinnen und Nutzern zurate ziehen.Wie bringe ich die Wildkamera richtig an?
Für optimale Aufnahmen empfiehlt sich eine Ausrichtung nach Norden oder Süden, um direkte Sonneneinstrahlung in den Morgen- und Abendstunden zu vermeiden. Bei Südausrichtung lässt sich per Timer die Mittagszeit ausblenden, da starke Sonneneinstrahlung zu Überbelichtungen führt.Die ideale Montagehöhe hängt vom Aufnahmegegenstand ab: Für Wildtiere empfiehlt sich etwa 1,5 Meter, leicht nach unten geneigt. Für kleinere Tiere wie Katzen entsprechend niedriger. Für die Grundstücksüberwachung bietet sich eine Höhe von 2,5 bis 3 Metern für einen besseren Weitwinkel an. Achten Sie darauf, dass sich keine Äste oder Sträucher im Blickfeld befinden, die sich im Wind bewegen und die Kamera ungewollt auslösen könnten. Auch die Kamera selbst muss stabil befestigt sein: Ein dünner Baum kann bei Wind zu Fehlauslösungen führen.
























