Tee in den Filter, heißes Wasser übergießen, etwas warten, fertig: So einfach wie tagtäglich millionenfach praktiziert macht es sich der Teekocher 43970 nicht. Der von Morphy Richards neu in sein Sortiment aufgenommene Teebereiter bedient sich stattdessen eines innovativen Aufbrühsystems, das dem Käufer und Teeliebhaber einen perfekten Tee in Aussicht stellt – und zwar für nahezu alle Teesorten.
Auf den ersten Blick ähnelt der Morphy Richards einer normalen Teekanne mit Filtereinsatz und einem zusätzlichen Kochelement – nichts Besonderes also. Doch die Maschine versteckt in ihrem Innern einen technischen Clou. Denn das Wasser wird nicht einfach nur erhitzt, damit der Tee anschließend in ihm die voreingestellte Zeit vor sich hin ziehen kann, bis eine Mechanik die Blätter nach unten und damit aus der Reichweite des Wassers drückt. Stattdessen wird das auf Temperatur gebrachte Wasser über den Griff in den Deckel der Kanne gepumpt und fließt von dort aus sachte über die Teeblätter zurück in die Kanne. Dieses an das Aufbrühen von Filterkaffee erinnernde Verfahren soll viel schonender zu den Teeblättern sein, den Geschmack perfekt sich entfalten lassen und daher ein besseres Ergebnis abliefern als die herkömmlichen Teezubereiter, die auf das oben beschriebene klassische Filterprinzip setzen.
Die „Aufbrühzeit“ sowie die Teestärke wiederum können, wie gehabt, voreingestellt werden. Im ersteren Fall bietet der Morphy Richards dafür drei Stärkestufen zur Auswahl an, das Wasser wiederum lässt sich auf 85, 95 oder 100 Grad erhitzen – je nachdem, welche Teesorte bevorzugt wird. Außerdem kann die Brühzeit auf zwei bis sechs Minuten begrenzt werden, weswegen lediglich einige wenige Gesundheitskräutertees, die eigentlich bis zu zehn Minuten ziehen müssen, nicht mit dem Morphy Richards zubereitet werden können.
Schade, dass bislang jedenfalls noch kein Test oder Erfahrungsbericht eines User zu dem Teekocher greifbar ist. Zu gerne wüsste man als Teetrinker vorab, ob sich die Investition in das doch immerhin rund 100 Euro (Amazon) teure Gerät lohnt. Einen Versuch ist der Morphy Richards allerdings mit Sicherheit wert – denn sollte die Brühtechnik tatsächlich das gewünschte perfekte Ergebnis liefern, könnte man sich zum Beispiel frühmorgens bedenkenlos etwas mehr Zeit im Bad lassen.
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- Erschienen: 28.10.2011 | Ausgabe: 11/2011
- Details zum Test
„gut“ (87,7%)
„Einfache Handhabung, viele Einstellmöglichkeiten, gutes Tee-Ergebnis. Trotz einstellbarer Brühtemperatur nicht für empfindliche Grüntees geeignet. Hohe Verbrühungsgefahr durch abnehmbaren Deckel und Siebeinsatz.“