Ihr Design wie auch ihre Funktionsweise sind sehr außergewöhnlich und stehen vollkommen quer zu allen Mäusen, mit denen die meisten von uns das Arbeiten am PC gelernt oder sich angewöhnt haben. Doch hat man sich einmal mit einer gehörigen Portion Experimentierfreude zum Kauf der Cyber e-Sport Orbita Maus entschlossen und sich etwa einen Tag lang geduldig mit ihren einzelnen Funktionen beschäftigt, scheint man sie kaum mehr missen zu wollen. Dies ist in Kurzform jedenfalls das Resümee zweier Erfahrungsberichte, die die amerikanischen Technikblogs Engadget.com und Slashgear,com jüngst veröffentlicht haben. Die mit vielen Fotos ausstaffierten Testberichte machen sogar richtig Lust darauf, die Orbita selber bald möglichst in die Hand zu bekommen und auszuprobieren.
Vor dem Vergnügen steht noch die Kalibrierung der Maus an – muss die frei bewegliche Maus doch wissen, wo oben und unten ist –, doch auch hier geben die beiden Berichte Entwarnung. Die Prozedur ist schnell erledigt und sehr einfach. Das größte zu überwindende Hindernis (GZÜH) der Orbita Maus ist natürlich genau das, was sie auszeichnet: Das „Scrollen“ über den Bildschirm per Drehbewegung. Frustrierend, so liest man erst einmal leicht entsetzt, seien die ersten Scroll-Versuche mit der Maus, was aber primär daran liegt, dass man sich das herkömmliche Herumschieben der Maus erst einmal abgewöhnen muss. Ein besonderer Fallstrick sei die Klickfunktion, da nur ein Button dafür vorgesehen ist und die Gefahr von „Unfall-Klicks“ deswegen anfänglich recht groß ist. Der „Lernprozess“ selber gehe dafür in großen Schritten voran, und dies mit Genuss. Die Maus lasse sich einfach bewegen, und die Roll-Scroll-Bewegung – ihre „Stärke“! - sei intuitiv erlernbar. Die Sensibilität wiederum, mit der die Maus die Rollbewegungen auf den Bildschirm übertrage, sei präzise und akkurat. Die vielfältigen Einstellmöglichkeiten bis hin zur Nutzung „in the air“, also freihändig, als dreidimensionaler Mehr-Achsen-Kontroller oder als Multimedia-Tastatur ist dann die Kür. Die Profile können individuell abgespeichert werden.
Kurzum: Die Orbita Maus von Cyber e-Sport wusste durchaus zu beeindrucken. Sie biete von der einfachen Scroll-Maus-Funktion bis hin zur Verwendung als 3D-Kontroller alles, was man sich nur wünschen kann – vorausgesetzt, wie gesagt, man entsage der Gewöhnung, alle Bildschirmbewegungen mit einem Fingertipp/-klick wie bei einer herkömmlichen Maus zu bewerkstelligen und ist bereits dazu, das „Tragen von Hosen neu zu lernen“ - wie Engadget das GZÜH sehr schön umschreibt. Ungeeignet für Gamer, aber optimal als Werkzeug für die Arbeit mit (langen) Dokumenten, Webseiten, 3D-Animationen und diversen Multimedia-Interfaces, biete sie für ihren recht hohen Preis ein markantes Mehr im Vergleich zu einer „old- shaped“ Maus. - Die Testberichte finden Sie zum Nachlesen (und Anschauen) auf der Homepage von Engadget und Slashgear.
-
- Erschienen: 18.03.2009
- Details zum Test
2,5 von 5 Sternen
„Eine sehr innovative und Aufsehenserregende Maus, welche noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen hat. Es sind noch Verbesserungen am Konzept vorzunehmen um die Bedienung für den Benutzer direkter wirken zu lassen. Die einzelnen Elemente der Orbiter Maus sind proportional gut aufgeteilt und zudem ansprechend gestaltet. Im Ganzen zeigt sich hier der Hersteller Cyber Sport gewollt etwas Neues umzusetzen. ...“