Stärken
Schwächen
Die ER-Picobello-151 von ERCO überzeugt nicht nur durch ihren stabilen Metallrahmen, sondern auch durch ihre Fähigkeit, sowohl vorwärts als auch rückwärts zu kehren: Das machte sie zum Testsieger von ETM Testmagazin. (Bild: erco-motorgeraete.de)
Wer eine blitzsaubere Einfahrt und gepflegte Gartenwege ohne lästiges Besen-Schwingen und ohne Blasen an den Händen möchte, findet in handgeführten Kehrmaschinen eine praktische Lösung. Schon ab etwa 60 Euro sind viele Modelle erhältlich. Dennoch sollten Sie vor dem Kauf genau auf Aspekte wie Arbeitsbreite und das Kehrsystem achten, denn diese beeinflussen maßgeblich, wie flüssig und schnell die Arbeit von der Hand geht.
Wie schneiden manuelle Kehrmaschinen im Test ab? Die besten Modelle im Überblick
Testmagazine loben handgeführte Kehrmaschinen vor allem für ihre zuverlässige Leistung und den bequemen Umgang. Die Bewertungen reichen dabei häufig von „gut“ bis „sehr gut“. In vielen Tests zeigen die Geräte eine solide Aufnahme von großen und kleinen Schmutzpartikeln, inklusive einer ordentlichen Reinigung sogar von feuchtem Laub. Dabei sind Hersteller wie Haaga oder Kärcher zwar beliebt, aber nicht immer führend. Das Modell ER-Picobello-151 von ERCO etwa konnte im ETM Testmagazin den Testsieg erringen. Es punktet mit hervorragender Reinigungsleistung, der Möglichkeit, vorwärts und rückwärts zu kehren, und einem robusten Metallrahmen, der gegenüber Kunststoffvarianten klar im Vorteil ist. Trotz ihrer knapp 25 Kilogramm lässt sich die Picobello ohne großen Kraftaufwand gut führen – ein entscheidender Vorteil, denn der Antrieb erfolgt allein durch Ihre Muskelkraft. Auch der leicht entnehmbare Auffangbehälter, der das Herausfallen des Kehrguts verhindert, trägt zu guten Testergebnissen bei.Kehrwalze oder Tellerbesen? Unterschiede bei Handkehrmaschinen
Manuelle Kehrmaschinen lassen sich im Wesentlichen nach ihrem Kehrsystem in Walzen- und Tellerbesengeräte unterteilen. Beide Varianten eignen sich für ebene wie unebene Flächen, können aber je nach Modell und Witterung einen zweiten Durchgang erfordern, um vollständig zu reinigen.- Einwalzengeräte arbeiten nach dem Prinzip der Kehrschaufel: Eine Rundbürste zusammen mit einer Gummilippe nimmt den Schmutz auf und befördert ihn direkt in den Auffangbehälter. Diese Bauart eignet sich besonders für kleinere Schmutzpartikel, da die Größe des Auffangbehälters und der Gummilippe die Menge begrenzen.
- Doppelwalzen-Modelle nutzen eine Bürste, die den Schmutz vor zwei gegenläufig rotierenden Bodenwalzen in den Behälter schleudert. Dadurch lassen sich auch größere Schmutzteile problemlos entfernen, da hier keine Gummilippe einschränkt.
- Handkehrmaschinen mit seitlichen Tellerbesen nehmen Schmutz nicht nur von unten, sondern auch direkt am Rand auf. Das erleichtert die Beseitigung von gröberem Unrat und schwerem Laub. Zusätzlich sorgt eine rotierende Walze auf dem Boden für eine möglichst staubarme Aufnahme von feinem Schmutz.
- Turbo-Kehrmaschinen kombinieren Tellerbesen und Kehrwalze und kehren dadurch doppelt: Zuerst fegen die Tellerbesen den Schmutz zusammen, anschließend transportiert die Walze ihn in den Auffangbehälter. Dadurch sind selbst Äste, Rinde und kleinere Gegenstände sowie feiner Staub und Sand einfach zu erfassen. Die Kehrwalze arbeitet nach dem Überkopfprinzip, was für eine optimale Befüllung des Behälters sorgt.
Mit sehr guter Kehrleistung positioniert sich das Modell KM 70/20 C 2SB von Kärcher direkt hinter der ERCO-Handkehrmaschine im Test. Anwender zeigen sich äußerst zufrieden. (Bildquelle: kaercher.com)
Robust, pflegeleicht und einfach zu warten
Natürlich kann es vorkommen, dass der Zugang zum Auffangbehälter kurzfristig blockiert oder grober Schmutz nicht bis zum Behälterende gleitet. In solchen Fällen ist eine kurze Reinigung nötig, um die Arbeit nahtlos fortzusetzen. In der Regel genügt es, den Auffangbehälter während der Arbeit regelmäßig zu leeren und danach gründlich zu säubern. Wenn sich Reste von Laub oder Schmutz in Bürsten und Walzen verfangen, empfehlen wir, diese Fremdkörper so schnell wie möglich zu entfernen und gleichzeitig den Zustand der Borsten zu prüfen, denn ausgefranste Borsten kehren nicht mehr zuverlässig.Im Allgemeinen arbeiten die Geräte störungsfrei, lassen sich gut reinigen und sind wartungsfreundlich. Wenn Sie den Anpressdruck der Bürsten und der Walze entsprechend der jeweiligen Einsatzbedingungen einstellen, können Sie langfristig kraftsparend und materialschonend arbeiten. Modelle mit seitlich verstellbaren Besen bieten eine größere Arbeitsbreite. Einige Maschinen verfügen zum Schutz vor Staubentwicklung über ein Absaugsystem und Staubfilter. Die Gummilippe an der Walze hält zudem Staub fern und verhindert, dass kleine Teilchen wie Splitt herumfliegen. Für mehr Komfort sorgt ein höhenverstellbarer Holm, der die Nutzung für Personen unterschiedlicher Körpergröße erleichtert; ein klappbarer Holm spart hingegen Platz bei der Aufbewahrung.
Kehrmaschinen mit Motor gibt es selbstverständlich ebenfalls. Akku-Modelle sind mit Elektromotoren ausgestattet, die eine geringe Bedienkraft erfordern und leicht zu handhaben sind. Sie bringen meist mehr Leistung als manuelle Geräte und entfernen auch nasses Laub zuverlässig. Geräte mit Benzinmotor sind vor allem für große Flächen gedacht: Sie bewältigen auch größeren Schmutz effektiv und kommen vor allem im professionellen Bereich wie der Straßenreinigung zum Einsatz.


























