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Warum sind Akkustaubsauger heute so gefragt?
Staubsaugen kann auch Freude bereiten – mit einem Akkustaubsauger. (Bildquelle: amazon.de)
Es lässt sich kaum bestreiten: Kabelgesteuerte Staubsauger haben über Jahrzehnte solide Dienste beim Reinigen geleistet. Doch inzwischen haben sie sich mit zahlreichen akkubetriebenen Modellen einen dynamischen Wettstreit am Markt geliefert, die viele praktische Vorteile mit sich bringen.
An erster Stelle steht dabei die Unabhängigkeit vom nächstgelegenen Stromanschluss. Früher musste man dies oft über mehr oder weniger lange Kabel kompensieren, was nicht selten zu unliebsamen Verknotungen führte. Akkusauger offerieren buchstäblich mehr Freiheit und Beweglichkeit. Vorausgesetzt, das Gerät wurde zuvor ausreichend geladen, können Sie es fast überall einsetzen – ohne hinter sich einen sperrigen oder schweren Sauger herziehen zu müssen, der Gefahr läuft, zur Stolperfalle zu werden.
Anders als die etwas unhandlichen Vorgänger sind kabellose Modelle deutlich leichter im Format. Dadurch eignen sie sich hervorragend für die Reinigung des Autos und sind auch bei unvorhergesehenen Verschmutzungen, sei es im Alltag oder bei besonderen Anlässen wie Kindergeburtstagen, schnell einsatzbereit und liefern unkomplizierte Hilfe.
Obendrein haben sie sich bei der Reinigung von Treppen als außerordentlich praktisch erwiesen. Bewohner:innen von Maisonettewohnungen werden die handlichen, leicht manövrierbaren Akkugeräte besonders zu schätzen wissen. Zudem sparen Sie sich mit einem Auffangbehälter den teuren Kauf von Staubbeuteln.
Beständige Leistungssteigerung: Kabellose Staubsauger überzeugen in Tests zunehmend
Erste Akkustaubsauger-Generationen hatten es in Testberichten, beispielsweise von Stiftung Warentest, noch schwer. Im Vergleich mit Netzbetriebenen Bodenstaubsaugern schnitten sie insbesondere bei der Saugleistung merklich schlechter ab, was auf damals noch schwache Akku- und Motorenleistung zurückzuführen war.Doch die Leistungsentwicklung zeigt seit einigen Jahren steil nach oben – wie diverse Testergebnisse belegen. Moderne Akku-Staubsauger leisten inzwischen auf harten Fußböden mühelos das, was kabelgebundene Geräte können. Bei Teppichböden erreichen sie dies nicht immer.
Modelle mit einer durchschnittlichen Testnote von mindestens 2,5 aus den letzten vier Jahren stammen vor allem von Herstellern, die nahezu ein Who’s Who der Branche darstellen:
Darauf sollten Sie beim Kauf eines Akkustaubsaugers achten
Regelmäßig prüfen Testmagazine die Geräte auf Herz und Nieren. Besonders wichtig ist dabei die Saugleistung auf harten Böden und Teppichen. Weitere geprüfte Merkmale sind Handhabung, Haltbarkeit, Sicherheit sowie Schadstoffe.Akkusauger stellen generell eine sinnvolle Ergänzung zu stark motorisierten Kabelstaubsaugern dar. Sie sollten eine zuverlässige Akkuleistung bieten sowie über einen komfortabel zu entleerenden und ausreichend großen Schmutzbehälter verfügen. Besonders beliebt sind Lithium-Ionen-Akkus, da sie sich in Ruhephasen kaum entladen, mit mehreren Ladezyklen stabil arbeiten und ein gutes Verhältnis zwischen Laufzeit und Ladezeit bieten.
Praktisch: Mit abnehmbarem Handstaubsauger ist jede Stelle erreichbar. (Bildquelle: amazon.de)
Akkusauger gibt es in diversen Bauformen. Entscheiden Sie sich für einen Stielstaubsauger, sind heute Laufzeiten über einer halben Stunde oft Standard. Saugroboter schaffen etwa eine Stunde. Besonders flexibel sind Stielstaubsauger mit abnehmbarer Motor- und Saugeinheit, die als separate Handstaubsauger dienen. Der geringere Gewicht und schlanke Bau sorgen für Komfort. Modelle ohne Staubbeutel arbeiten meist beutellos. Ein Kugelgelenk an der Bodendüse erleichtert außerdem das Manövrieren unter Möbeln oder zwischen Stuhlbeinen.
Vorreiter Dyson
Dyson hat bei Stiftung Warentest mehrfach die Bestnote „Gut“ erhalten. Top-Modelle überzeugen mit starker Saugleistung auf allen Böden und bei groben wie feinen Verschmutzungen oder Tierhaaren.Staubbehälter als Standard – aber kleiner als bei Kabelstaubsaugern
Mit bis zu 50 Prozent höheren Verkaufszahlen haben Akku-Staubsauger klassischen Bodenstaubsaugern bereits den Rang abgelaufen. Ein Grund: Die neuen Akkumodelle wiegen durchschnittlich nur noch etwa 2,5 kg, während kabelgebundene Sauger meist 4 bis 5 kg haben. Gerade in möblierten Räumen zeigt sich der leichte Sauger von Vorteil, nicht zuletzt weil man damit bequem auch Decken oder Regale reinigt.Allerdings sind die eingebauten Staubbehälter vergleichsweise klein, meist maximal 1 Liter Fassungsvermögen. Bei der Bodenpflege großer Flächen bedeutet das häufigeres Entleeren.
Bei 80 % der Akkustaubsauger liegt das Volumen bei maximal 0,8 Litern. (Grafik: Testberichte.de)
Besonderheiten für Allergiker
Akkusauger sind meist Stielgeräte oder Saugroboter, die in der Regel beutellos mit Staubbehältern arbeiten. Trotz praktischer Klappmechanismen beim Leeren kommen Nutzer:innen nicht komplett ohne Kontakt zu Staub oder Schmutz aus, was für Allergiker:innen problematisch sein kann. Obwohl viele Modelle HEPA-Filter besitzen, sind beutellose Akkusauger bei Stauballergie häufig nicht ideal.Bessere Laufzeiten: 70 Prozent der Akkusauger schaffen 30–70 Minuten
Parallel zur Saugleistung haben sich auch die Laufzeiten der Akkus niedergeschlagen. Hatten viele Geräte 2018 nur rund 30 Minuten Laufzeit, schaffen heute über 70 Prozent zwischen 30 und 70 Minuten, 40 Prozent sogar zwischen 50 und 90 Minuten. Damit lassen sich auch größere Wohnungen von über 100 m² mit einer Ladung reinigen. Für den Haushaltszweitseinsatz oder kleinere Flächen sind jedoch bereits preiswerte Modelle ausreichend.
Die Akkulaufzeit nimmt beständig zu. (Grafik: Testberichte.de)
Herstellerangaben zur Akku-Laufzeit beziehen sich oft auf die niedrigste Saugleistung und repräsentieren nicht die Realität. Bei höherer Saugkraft reduziert sich die Laufzeit auf 10 bis 30 Minuten, abhängig vom Modell. Die Ladezeiten schwanken je nach Gerät zwischen zwei und fünf Stunden.
Wechselakku: Der Schlüssel für längeres Saugen
Praktisch sind Akkusauger mit Wechselakku, wodurch sich die Laufzeit unkompliziert verdoppeln lässt. Steht kein Wechselakku zur Verfügung, sollten Verbraucher skeptisch sein, da bei defektem Akku die gesamte Maschine entsorgt werden muss – eine ökologische Belastung.
Modelle mit Wechselakku ab 2018 immer häufiger. (Grafik: Testberichte.de)
Zubehör: Von Düsen bis Wandhalterung – Ausstattung ist entscheidend
Wie bei netzbetriebenen Saugern verwenden auch Akku-Geräte verschiedene Düsen und Aufsätze. Etwa 80 Prozent aller Akkumodelle sind mit Elektrodüsen ausgestattet, die vor allem auf Teppichböden Haare und Fasern herausbürsten. Auf glatten Böden sind elektrische Bürsten jedoch nicht immer vorteilhaft, weil sie groben Schmutz wegschleudern können. Umschaltbare Bodendüsen wie bei Kabelsaugern sind bei Akkusaugern selten.Neu sind Softbürsten ohne Borsten, die schonend auf empfindlichen Böden wie Parkett wirken. Modelle mit abnehmbarer Motor- und Saugeinheit, die als Handstaubsauger genutzt werden können, bieten als Zubehör üblicherweise Fugendüse, Polsterdüse und Saugpinsel. Einige Sets erweitern Aufsätze um Adapter, Winkel oder Saugschlauch. Rund 70 Prozent der aktuellen Akkusauger verfügen über eine Wandhalterung mit Ladestation, um das Gerät griffbereit aufzubewahren.
Für Polstermöbel und Auto: Akkusauger mit Bürst-Aufsatz. (Bildquelle: amazon.de)
Ein Akkusauger kann den Netzstaubsauger ergänzen, aber meist noch nicht ersetzen
Käufer schätzen Akkustaubsauger als nützlichen Zweitzer für zwischendurch, gerade auf Hartböden. Bei Teppichen und Tierhaaren reichen sie kaum an kabelgebundene Bodenstaubsauger heran. Für anspruchsvolle Reinigungsarbeiten oder größere Flächen bevorzugen viele noch Netzstaubsauger.Jedoch überwiegen Akku-Stielstaubsauger bei perforierten Aufgaben wie Autoreinigung oder Treppensaubermachen durch die schnelle Einsatzbereitschaft. Nutzer berichten, dass sie trotz begrenzter Laufzeit häufiger und gezielter saugen. Ein wichtiges Merkmal ist zudem die 2-in-1-Funktion, mit der der Handsauger abgenommen werden kann. Das erspart den Kauf eines separaten Handgeräts, das herkömmlicherweise für Kleinteile verwendet wird.
Arbeitsgeräusch: Sind Akku-Staubsauger lauter als kabelgebundene?
Bei den klassischen Bodenstaubsaugern haben sich Dämmung und Luftführung verbessert, weshalb viele Modelle heute deutlich leiser sind. Das gilt auch für Akkusauger, die in etwa dieselben Lautstärkeklassen besitzen und zwischen 72 und 77 Dezibel liegen – kaum lauter als normale Gespräche.Bei den sehr leisen Geräten zwischen 62 und 72 Dezibel gibt es aktuell bei Bodenstaubsaugern ein größeres Angebot als bei Akkusaugern. Allerdings sind immerhin 17 % aller Akkustaubsauger speziell für Lärmempfindliche geeignet, und 32 % werden von Mehrheit der Kundschaft als leise bis akzeptabel empfunden.
Für Lärmempfindliche gibt es passende Akkusauger. (Grafik: Testberichte.de)
Gleichzeitig gibt es auch „Krawallbrüder“ unter den Akku-Saugern: 26 % überschreiten 82 Dezibel, vergleichbar mit starkem Autoverkehr. Dies erklärt das verbreitete Vorurteil, Akkusauger seien generell lauter als Kabelgeräte – mit der Realität vieler leiser Modellgenerationen ist dies jedoch nur teilweise richtig.
Mit 120 Minuten Laufzeit dank Wechselakku verspricht der




